#WÄRSCHÖNMITEUCH

Die nächsten Missionen der ALLIANZ FÜR SUBSTANZ


Solidarische Grüße aus Chemnitz zur Demo „Unsere Zukunft ist kein Witz - Wir halten zusammen für ein besseres Morgen“ nach Dresden 1. April # Altmarkt # 17-20 Uhr

Kindheit, Jugend, Zukunft sind unkürzbar.

Wer bei jungen Menschen spart, spart an der Zukunft.

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe junge Menschen, liebe Verbündete,

wir als Allianz für Substanz aus Chemnitz senden euch heute unsere volle Solidarität. Wir sind ein parteiunabhängiger Teil einer solidarischen Stadtgesellschaft. Wir übernehmen Verantwortung für Kinder, Jugendliche, Familien, Kultur und Soziales. Und genau deshalb stehen wir heute an eurer Seite, wenn ihr in Dresden gegen Sozialkürzungen und für mehr Beteiligung junger Menschen auf die Straße geht.

Euer Protest ist wichtig. Er ist notwendig. Und er zeigt klar: Junge Menschen und ihre Anliegen dürfen nicht weiter übergangen werden.

Denn was gerade passiert, ist kein Zufall und keine Kleinigkeit, Kein Witz und auch kein Aprilscherz! Wenn Geld fehlt, dann trifft es oft zuerst die Bereiche, die für Zusammenhalt und Zukunft am wichtigsten sind: Jugendhilfe, Soziokultur, Bildung, Beratung und engagierte Zivilgesellschaft. Genau dort wird aber verlässliche Arbeit geleistet — jeden Tag, oft unter schwierigen Bedingungen und mit viel Einsatz.

Auch bei uns in Chemnitz ist die Lage ernst. Für die freien Träger der Jugendhilfe ist schon jetzt für kommendes Jahr ein Defizit von fast 4 Millionen angekündigt. Statt zu investieren soll wieder gekürzt werden. Dieses Mal mehr als 20 Prozent. Das bedeutet Unsicherheit für Einrichtungen und Fachkräfte. Vor allem aber bedeutet es Unsicherheit für junge Menschen, die auf offene Angebote, Begleitung, Schutzräume und Perspektiven angewiesen sind.

Wir sagen klar: Kindheit, Jugend, Zukunft sind unkürzbar. Kinder- und Jugendhilfe ist keine Verteilmasse. Sie ist ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie gehört nicht hintenangestellt, sondern zuerst geschützt.

Darum fordern wir: Keine weiteren Kürzungen in Jugendhilfe, Soziokultur und Zivilgesellschaft. Stattdessen brauchen wir langfristige und verlässliche Finanzierung.
Wir fordern Transparenz statt Hinterzimmerentscheidungen.
Wir fordern, dass die Rechtsansprüche junger Menschen Vorrang haben.
Und wir sagen: Bund, Land und Stadt müssen die kommunale Jugendhilfe strukturell absichern. Es braucht Reformen bei den Finanzstrukturen, nicht jedes Jahr neue Notprogramme.

Eine Stadt, die ihre Jugend verliert, hat keine Zukunft. Eine lebendige Stadt entsteht nicht nur durch große Projekte oder schöne Bilder nach außen. Sie entsteht im Kiez, im Jugendclub, im Stadtteil, in der Schulsozialarbeit, in der Peergruppe und zu Hause. Auch nach dem Kulturhauptstadtjahr bleibt deshalb klar: Es muss weiter in die Menschen vor Ort investiert werden.

Wir stehen heute an eurer Seite, weil es um mehr geht als um einzelne Kürzungen. Es geht um Substanz, um Gerechtigkeit und darum, wer in dieser Stadt bleiben kann. Unsere Botschaft ist klar: Chemnitz braucht seine jungen Menschen. Und junge Menschen brauchen verlässliche Jugendhilfe, Kultur und soziale Angebote — nicht nur schöne Worte.

Wir von der Allianz für Substanz wollen weiter eine Plattform schaffen, auf der diese Forderungen zusammen laut werden. Denn es geht um mehr als Jugendhilfe. Es geht um gerechte Chancen, soziale Stabilität und eine lebenswerte Zukunft für alle.

Wir halten zusammen.

Wir bleiben laut.

Und wir kämpfen gemeinsam dafür, dass junge Menschen nicht die Verliererinnen und Verlierer der Krisenpolitik werden.

Viel Kraft für eure Aktion. #wärschönmiteuch

Solidarische Grüße aus Chemnitz.


Jugendhilfeausschuss 09.12.2025 um 16.30Uhr - Beschluss des Maßnahmenplanes

Das erste mal wird öffentlich über den Maßnahmenplan der Jugendhilfe 2026 öffentlich debattiert. Alles ist lange im nicht-öffentlichen vorbesprochen und weitestgehend abgestimmt. Durch den öffentlichen Druck der Allianz für Substanz konnte kurzfristig eine Änderung der Verwaltung errungen werden. Zu dieser haben wir eine Stellungnahme und Pressemitteilung verfasst:

Pressemitteilung:

Öffentlicher Druck wirkt – aber Chemnitzer Jugendhilfe bleibt in der Krise

Allianz für Substanz: Neupriorisierung ist reine Verschiebung von Kürzungen, keine echte Lösung

Chemnitz, 3. Dezember 2025 – Die „Allianz für Substanz" begrüßt, dass aus ursprünglich 26 bedrohten Jugendhilfe-Angeboten durch öffentlichen Protest nun sieben wurden. Gleichzeitig kritisiert das Bündnis den vorgelegten Kompromiss als rein fiskalische Lösung ohne echte Prioritätensetzung.

„Es wurde so lange geschoben und umsortiert, bis möglichst viele Projekte irgendwie in ein zu kleines Budget passen", so die Stellungnahme. Eine verbindliche Aufstockung der Mittel für Kinder- und Jugendhilfe sei nicht erkennbar. Zusätzliche Probleme: Das Verfahren bleibt intransparent, Jugendbeteiligung fehlt weiterhin systematisch.

Fachliche Mängel bleiben bestehen: Im Stadtteil Zentrum gibt es statt zwei offenen Einrichtungen nur noch eine – außerhalb der Innenstadt, trotz klarer Bedarfe. In Hilbersdorf wird ein geplantes Interessenbekundungsverfahren gestrichen.

Die Allianz fordert: Kindheit und Jugend müssen politisch und finanziell besonders priorisiert werden – durch zusätzliche Mittel von Bund, Land und durch kommunale Spielräume bei Steuern und Gebühren. „Wer mehr Geld verlangt, muss sagen, wo es herkommen soll? Wir haben klare Antworten: von allen Bereichen, von denen junge Menschen kaum profitieren", heißt es in der Stellungnahme.

ausführliche Stellungnahme:

aktueller Vorschlag Maßnahmenplan Schulsozialarbeit

aktueller Vorschlag Maßnahmenplan FRL-JSG (Jugendhilfe nach den §§11-14&16)


Digitale Galerie der Unterstützenden #wärschönmiteuch