Danke an alle, die am 01.12. um 15:30 Uhr mit uns auf der Straße waren. Zeigt, dass ihr diese Politik nicht mittragt!
#warschönmiteuch - Pressemitteilung:
Filmwerkstatt Chemnitz "Es brennt in der Chemmnitzer Jugendhilfe"
Pressespiegel:

Am 09.12. entscheidet der Jugendhilfeausschuss über den Maßnahmeplan 2026 – den Förderkatalog der Jugendhilfe für das kommende Jahr. Statt sich am echten Bedarf von Kindern und Jugendlichen zu orientieren, wird wieder nur danach entschieden, was mit zu wenig Geld überhaupt möglich ist.
Die traurige Bilanz: 14 Projekte stehen bereits vor dem Aus, weitere 12 drohen durch Kürzungen und die ständige Anwendung des „Notfallinstruments (Nicht-)Förderkonzeption“ ebenfalls zu verschwinden – jedes einzelne bedeutet das Ende von wertvollen Beziehungen, Unterstützung und Perspektiven für junge Menschen in Chemnitz.
Diese Entscheidungen werden seit Monaten im kleinen Kreis und hinter verschlossenen Türen besprochen. Die Folgen sind gravierend: Wer als Kind keine Angebote für ein gutes Aufwachsen bekommt, sucht Perspektiven anderswo – und Familien und junge Menschen werden Chemnitz verlassen. Das wird massive Auswirkungen auf Ausbildung, Studium, Pflege, Gastronomie und viele weitere Bereiche haben. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist in Gefahr!
Wir sagen: Das Streichen von präventiven Hilfen ist weder ökonomisch noch nachhaltig. Es geht um mehr als Jugendhilfe – es geht um die Zukunft unseres Zusammenlebens in Chemnitz!
#wärschönmiteuch - Pressemitteilung und Stellungnahme:

Schön wars! über 200 junge Menschen haben gezeigt, dass sie mehr Wert sind - mehr Wert als 1,6 Millionen zu wenig. Und das Beste: vollkommen ohne unser / das Dazutun von uns Erwachsenen!
Kinder und Jugendliche müssen endlich an politischen Entscheidungen teilhaben und mitbestimmen können. Wir fordern, dass auch in Chemnitz jede Entscheidung darauf geprüft wird ob sie für die nächsten Generationen ein gutes Zusammenleben ermöglicht.
"Wir sind nicht allein mit unserem Protest gegen die geplanten Schließungen – auch andere erkennen den Ernst der Lage. Das nehmen wir sehr ernst und werden beim Flashmob auf jeden Fall mit vorbeischauen.
Auffällig ist der Zeitpunkt: Am Dienstag, den 18.11., findet um 16:30 Uhr der letzte Jugendhilfeausschuss vor dem geplanten Beschluss des Maßnahmeplans am 09.12. statt. Wenig überraschend: Die Streichungen stehen auch diesmal nicht auf der öffentlichen Tagesordnung. Wieder einmal wird anscheinend nur im nicht-öffentlichen (also geheimen) Teil darüber beraten.
Bisher äußern die jugendhilfepolitischen Verantwortlichen fast aller Parteien, wie schwierig die Lage ist – konkrete Maßnahmen oder Konsequenzen bleiben jedoch aus. Es gab bislang weder ernsthafte Bemühungen, junge Menschen in die Entscheidungen einzubeziehen, noch wird der Schutz von Kindern und Jugendlichen so hoch priorisiert, dass – ähnlich wie beim Winterdienst – dringend benötigte Mittel bereitgestellt würden.
Wir sind überzeugt: Kinder und Jugendliche, ihre Perspektiven und ihre Zukunft sind wichtiger als der Winterdienst!"
Wir waren mit einem Redebeitrag bei der Demo dabei.
"Am 29.11. endet die Kulturhauptstadt 2025.
Begonnen mit großen Versprechungen zur Aufarbeitung der rechten
Gewaltausschreitungen 2018 erweist sich in dieser Hinsicht das
gesamte Kulturhauptstadtjahr als Enttäuschung. Während die
kurzweiligen Kulturangebote mit dem Ende des Jahres wieder aus
der Stadt verschwinden, bleiben Nazis und die Kürzungen bei
Kultur und sozialen Projekten. Spätestens mit den Aufmärschen
von 2018 wurde sichtbar, wie stark die extrem rechte Szene in
Chemnitz aufgestellt ist. Jeden Tag zeigt sich das durch ihren
Besitz mehrerer Immobilien, unterschiedlichen rechten
Betätigungsangeboten und überregionaler Vernetzung.
Durch die Anknüpfungspunkte der extrem rechten Szene an verschiedenste subkulturelle Milieus und bleibt sie nicht nur in Bezug auf ihre Nachwuchsgewinnung breit aufgestellt, sondern besitzt eine Wirkmächtigkeit in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche hinein.

Es darf nicht ungesehen bleiben, wie die Rechten sich in Chemnitz immer noch ausbreiten - teilweise ungestört. Darum machen wir die Brennpunkte der rechten Szene und das Versagen der Stadt sichtbar. Kommt mit uns auf die Straße, am 29.11. um 15.30 Uhr und zeigt, dass wir nicht wegsehen! Gegen die extreme Rechte und für eine lebenswerte Stadt für Alle!"
Am Sonntag, den 26. Oktober 2025, fand die Kundgebung „Kinderrechte auf die Straße“ in Chemnitz unter herausfordernden Bedingungen statt. Bei fast winterlichen 3 Grad, eisigem Wind, starkem Regen und gefühlt minus fünf Grad kamen deutlich weniger Menschen als ursprünglich angemeldet, aber mehr als bei diesem Wetter zu Wünschen übrig blieb. Und das beste, sie kamen nicht alleine. Alle diejenigen, die trotz Wetter und widriger Auflagen kamen haben bemerkenswert viel Energie und Engagement mitgebracht.
Es wurde schnell spürbar: Hier ging es nicht nur ums Spielen. Die Kundgebung stand als Symbol – und als politisches Zeichen – für Kinderrechte, die leider oft nicht einfach mit gedacht oder umgesetzt werden, sondern immer wieder von Neuem erstritten werden müssen. Deutlich wurde das am Beispiel der Nutzung des öffentlichen Raums: Auch wenn die Zwickauer Straße an einem gewöhnlichen Sonntag nahezu einem Parkplatz gleicht, bleibt es ein politischer Kraftakt, Kindern für zwei Stunden einen geschützten Raum zu ermöglichen. Die Frage bleibt: Warum eigentlich nicht jede Woche so?
Die Redebeiträge machten die aktuellen Herausforderungen unmissverständlich deutlich – ob die mangelnde Kinderbeteiligung auf kommunaler Ebene, die geforderte Sichtbarkeit von Kindern in der Innenstadt oder die dramatische Situation in der Kinder- und Jugendhilfe angesichts anstehender Kürzungen. Wichtig war, dass nicht nur Probleme benannt, sondern auch Perspektiven eröffnet wurden: für einen sozial gerechteren, kinderfreundlichen und insgesamt lebenswerteren Stadtraum.
Trotz aller Widrigkeiten wurde auch gespielt: Dank der vielen kreativen Angebote, mitgebrachten Spielmaterialien und vor allem der Unterstützung vom Berliner Bündnis „Temporäre Spielstraßen“ – deren großer roter Ball zum Lieblingselement der Kinder wurde. Ein besonderer Dank gilt außerdem allen, die mitgeholfen haben, das Spielfest spontan mit Spiel und Wärme weiterzuführen, als nach etwa einer Stunde beschlossen wurde, gemeinsam zum benachbarten, wettergeschützten Spielmobilfest umzuziehen. Und Arba Manhillah, der mit seinen Trommeln viele junge Menschen zum Mitmachen angeregt hat.
Das vielleicht schönste Ergebnis dieses Tages: Aus der Aktion hat sich eine Gruppe von Aktiven gefunden, die die Idee, öffentlichen Raum regelmäßig in temporäre Spielstraßen für Kinder umzunutzen, weitertragen und in Zukunft häufiger solche Aktionen angehen will – dann hoffentlich bei sonnigerem Wetter.
Weitere Eindrücke und Stimmen zur Kundgebung finden sich in der Berichterstattung:
Die Botschaft bleibt: Kinderrechte gehören nicht ins Abseits – sondern mitten auf die Straße!
Pressemitteilung vom 14.10.2025 zur Demonstration „Kinderrechte auf die Straße" am 26. Oktober 2025: „Kinder sichtbar machen statt verdrängen"
Die Allianz für Substanz warnt anlässlich des Weltkindertages vor den dramatischen Folgen der aktuellen Sparpolitik in Chemnitz. Schon jetzt führt die Haushaltssperre zu gekürzten Öffnungszeiten, steigenden Beiträgen und Fachkräfteabwanderung im Bereich der Jugendhilfe.
Eine aktuelle Umfrage des Netzwerks für Kultur- und Jugendarbeit e.V. zeigt: Bereits wenige Wochen nach der Haushaltssperre sind spürbare, strukturelle Schäden entstanden. Gleichzeitig gaben junge Menschen in einer Befragung der Stadtverwaltung mehrheitlich an, dass sie nicht planen, in Chemnitz zu bleiben. Für eine überalterte Stadt wie Chemnitz ist dies ein Alarmzeichen.
Die Allianz für Substanz fordert: Keine pauschalen Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich! Stattdessen braucht es Investitionen in Kinder- und Jugendhilfe, Familien und Soziokultur sowie eine nachhaltige Finanzierung der Kommunen.
„Wär schön mit euch“ – unter diesem Kampagnenslogan macht die Allianz deutlich: Wenn Kinder und Jugendliche keine Perspektive in Chemnitz sehen, droht ein „War schön mit euch“. Damit das nicht passiert, braucht es politische Entscheidungen für eine zukunftsfähige, generationengerechte Stadt.
Pressemitteilung zur Stellungnahme vom 18.09.2025 - "Alle Kinder haben Rechte – Chemnitz braucht Substanz, nicht Kürzungen!"
Stellungnahme der Allianz für Substanz vom 18.09.2025 zum Weltkindertag - "Alle Kinder haben Rechte – Chemnitz braucht Substanz, nicht Kürzungen!"
Im Frühjahr 2025 haben wir Unterschriften gesammelt und im Rathaus den Stadträt:innen präsentiert.
gesammelte Unterschriftenliste:
Pressemitteilung vom 17.01.2025
"Demonstration für Erhalt der Substanz der Zivilgesellschaft in
Chemnitz"

Die Allianz für Substanz hat am 20.01 eingeladen vor dem Rathaus ein Zeichen für den Erhalt einer vielfältigen Zivilgesellschaft zu setzen - Danke für eure Teilnahme!
Unser Apell an die Stadträt:innen, Verwaltung, Bundes- und Landesregierung bleibt bestehen: Einsparungen an der Substanz – d.h. Kinder- und Jugendhilfe, Freie Kultur und sozialen Leistungen – schränken unser aller Zukunft ein. Wir lehnen auch die geplanten Sparmaßnahmen über 2025 hinaus entschieden ab. Jetzt ist der Moment, um aufzustehen und zu zeigen, wie substanziell wichtig die Unterstützung von Kindern & Jugendlichen und deren Familen ist. Es ist Zeit, gemeinsam für den Erhalt der kulturellen, demokratiebildenden, sportlichen und sozialen Angeboten in unserer Stadt einzustehen.
Pressemitteilung vom
26.11.2024
"Strukturförderung für Chemnitzer Kulturträger ab 2025 um 20%
reduziert?"
Stellungnahme der Kulturverbände vom 25.11.2024
zur Gründung der Allianz für Substanz
Stellungnahme des Stadtjugendrings Chemnitz im NKJC vom
25.11.2024
zur Gründung der Allianz für Substanz
Seit dem 13. November 2024 ist der Haushaltsentwurf für den kommenden Doppelhaushalt der Stadt Chemnitz einsehbar.
Nach unserem Verständnis soll dort die Strukturförderung für die Chemnitzer Träger der Freien Kultur um bis zu 20% oder 800.000 € abgesenkt werden.
Auch in der Chemnitzer Jugendhilfe werden umfangreiche Szenarien für Einsparungen seitens der Verwaltungsspitze konkret.

Wir wollen hier Informationen sammeln und weitergeben, über konkrete Vernetzungsmöglichkeiten und Solidarisierungen informieren und Aktionen bekannt geben.

Die geplanten Einschnitte im Jugendhilfeetat schwächen die Jugendhilfe drastisch. Von einem anerkannten Bedarf von 16,6 Millionen Euro sollen 2025 nur 15,7 Millionen gedeckt werden, langfristig sinkt das Budget sogar auf 13,5 Millionen Euro. Schon jetzt stehen mehrere Projekte und Stellen vor dem Aus, ab 2026 werden nach aktuellen Plänen weitere von Schließungen betroffen sein.

Es ist entscheidend, der Stadtverwaltung und den Stadträt:innen zu zeigen, dass wir die Pläne so nicht mittragen können. Lasst uns gemeinsam ein Signal an Land und Bund senden, dass diese die Kommunen auskömmlich finanzieren müssen. Nicht irgendwann, nicht bald, sondern sofort. Es geht um die Zukunft unserer Stadt. Chemnitz braucht weiterhin eine vielfältige und starke Zivilgesellschaft!
Deshalb: werdet mit uns aktiv! Unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Substanzabbau – Für die Erhaltung einer vielfältigen Zivilgesellschaft“.